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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2018
Gott, mein Therapeut
Religion stärkt. Aber warum?
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

Hilal Sezgin
Nichtstun ist keine Lösung
Dumont. 160 Seiten. 14 €

Wenn jemand von »Gutmenschen« spricht, ist das nicht freundlich gemeint. Hilal Sezgin mahnt in ihrem Buch, das Gutsein nicht unter Generalverdacht zu stellen. Dabei reicht allein der Wille zum Guten nicht aus. Immer wieder muss abgewogen werden, auf welche Weise das Gute am besten verwirklicht werden kann. Das Buch der Philosophin ist ein Plädoyer für einen Idealismus, der sich von Rückschlägen bei der Durchsetzung des Guten nicht entmutigen lässt. Sezgin schlägt eine Ethik der Verbundenheit vor, ein Nachdenken über die Folgen unseres Denkens und Handelns. Hier setzt die »Politische Verantwortung in Zeiten des Umbruchs« – so der Untertitel – ein. Diese Aufgabe sollten wir nicht allein den Politikern überlassen, fordert Sezgin zu Recht. Die Suche nach Lösungen beginne bei jedem Einzelnen. Axel Bernd Kunze

Rutger Bregman
Utopien für Realisten
Rowohlt. 304 Seiten. 18 €

Der niederländische Journalist Rutger Bregman entzündet ein wahres Feuerwerk für eine neue Utopie. In klaren, mitreißenden Worten wirbt er dafür und greift dabei auf einen reichen Fundus wissenschaftlicher Expertise zurück, um eine bessere Zukunft als Möglichkeit zu begründen. Wie könnte ein wirklich gutes Leben aussehen? Elemente dieser Utopie sind eine radikale Arbeitszeitverkürzung auf 15 Stunden pro Woche, das Bedingungslose Grundeinkommen und ein Ende von Armut. Geradezu forsch ist sein Rat: Von den Neoliberalen lernen. Sie hatten nämlich den Mut zur Utopie eines radikalen Kapitalismus. Von ihnen sei zu