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in Memoriam
Vom Konzil an die Basis

Giovanni Franzoni
von Thomas Seiterich vom 24.11.2017
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Giovanni Franzoni wurde 1928 in Bulgarien geboren. Als Jugendlicher erlebte er den italienischen Faschismus, dem er seinen katholischen, befreiungsorientierten Glauben entgegensetzte. Der polyglotte Mann war von außergewöhnlicher Bildung und Herzensgüte. Nach dem Theologiestudium trat er in den Benediktinerorden ein. Die Mönche wählten ihn 1964 im Alter von nur 36 Jahren zum Abt im römischen Stadtkloster Sankt Paul vor den Mauern, das seit jeher direkt dem Papst unterstellt ist. Damit hatte der politisch links denkende Franzoni unmittelbar Zugang zu Papst Paul VI. Mit diesem diskutierte er die Enzyklika Populorum Progressio von 1967 über das Recht der Armgemachten in der Dritten Welt auf Befreiungskampf und Revolution.

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