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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2017
Der große Schwund
Warum so viele Insekten und Vögel sterben
Der Inhalt:

Verbündete suchen

600 Petitionen werden im Monat auf der Internet-Plattform change.org gestartet

Die Inhalte der Petitionen auf der Internet-Plattform change.org könnten unterschiedlicher nicht sein: Eine Frau setzt sich für ein Verbot von Pferdekutschen in der Berliner Innenstadt ein. Schüler machen sich für von Abschiebung bedrohte Mitschüler stark. Marianne Grimmenstein hatte beim Bundesverfassungsgericht gegen das Ceta-Abkommen geklagt. Ihre Petition auf change.org unterstützten mehr als 290 000 Menschen. Darauf ist Sebastian Schütz, einer von sieben Angestellten, die die international agierende Plattform in Deutschland bezahlt, stolz.

Ist es nicht allzu beliebig, einfach anzuklicken, zu unterschreiben – fertig? Schütz sieht das anders: »Vor dem Gang auf die Straße steht heute die Petition. Petitionsverfasser suchen Menschen, die mit ihnen für etwas brennen.«

Seit November 2016 ist change.org ein gemeinnütziger Verein, der sich durch Förderer und Spenden finanziert. Zuvor hatte die Plattform ein anderes Geschäftsmodell, das ihr den Vorwurf eingebracht hatte, es verkaufe die E-Mail-Adressen von Unterzeichnern. Obwohl change.org dem widersprach, änderte es bald darauf sein Geschäftsmodell.

Welchen Erfolg aber haben Online-Petitionen? Gibt es nicht zu viele, als dass sie noch etwas bewirken? Allein auf change.org werden jeden Monat rund 600 gestartet. »Nehmen wir die Pferdekutschen in Berlin«, entgegnet der Campaigner Sebastian Schütz. »Noch gibt es sie, aber die Verfasserin der Petition hat es geschafft, dass das Thema im Koalitionsvertrag des Berliner Senats steht.« Und die Augsburger Schüler, die Unterschriften gegen die Abschiebung ihres Mitschülers Ali nach Afghanistan gesammelt hatten, freuen sich. Das