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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2017
Der große Schwund
Warum so viele Insekten und Vögel sterben
Der Inhalt:

Bremer Friedenspreis

Eine Anti-Mafia-Initiative aus Süditalien, die indigene Umwelt- und Friedensaktivistin Pauline Tangiora aus Neuseeland (siehe Seite 6) und ein ehemaliger kongolesischer Kindersoldat, der zum Friedensarbeiter wurde, sind die Gewinner des diesjährigen Internationalen Bremer Friedenspreises der Stiftung die schwelle.

Seit 2004 ermutigt die Initiative Addiopizzo (Tschüss Schutzgeld) die sizilianische Gesellschaft, sich gegen Schutzgelderpressungen und die Einflüsse der Mafia zu erheben. Unternehmen, die Mitglied bei Addiopizzo werden, verpflichten sich, Erpressungsversuche bei der Polizei anzuzeigen. Die Geschäfte sind an dem Schild der Kampagne zu erkennen »Pago chi non paga« (Ich kaufe bei dem, der nicht zahlt). Bisher haben sich mehr als tausend Unternehmen der Kampagne angeschlossen. Etwa vierzig Ehrenamtliche besuchen außerdem Schulen in Palermo und sensibilisieren Kinder und Jugendliche für die Vorgehensweisen der Mafia.

Ausgezeichnet wurde außerdem Junio Nzita aus dem Kongo (siehe Publik-Forum 3/2016). Er kämpft gegen den Einsatz von Kindersoldaten, will erreichen, dass ihre Rekrutierung weltweit geächtet wird. Der 32-Jährige ist ehrenamtlicher UN-Botschafter und hat in Kinshasa eine Organisation gegründet, die Kriegswitwen und Straßenkindern – viele sind ehemalige Kindersoldaten – hilft. Kindersoldat war er selbst. Als er zwölf Jahre alt war, erschossen Rebellen der Kongolesischen Befreiungsarmee seine Lehrer und brachten ihn und seine Schulkameraden in ein Militärcamp. Er lernte zu schießen, zu töten und zu hassen. Sein Glaube und ein Ehepaar, das ihn