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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2016
Vertrumpt!
Wie die Populisten die Welt erobern
Der Inhalt:

»Brutaler Kurswechsel beim Familiennachzug«

vom 18.11.2016
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Die Organisation Pro Asyl und der Flüchtlingsrat Niedersachsen beklagen einen »brutalen Kurswechsel beim Familiennachzug zu in Deutschland anerkannten minderjährigen Flüchtlingen«. Die Eltern dürfen zu ihrem Kind nach Deutschland kommen, deren minderjährige Geschwister jedoch nicht. Diese Praxis sei erbarmungslos inhuman, heißt es in einer Pressemitteilung vom 9. November. Es lägen dramatische Einzelfälle sowie Hinweise vor, wonach Ausländerbehörden in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen minderjährigen Geschwistern die Einreise verweigert haben. An dieser Praxis seien auch die deutschen Botschaften im Ausland beteiligt, bei denen die Anträge auf Visa zur Familienzusammenführung eingehen. So erachtete die Deutsche Botschaft in Beirut die vom IS umkämpfte Stadt Qamishli im Nordosten Syriens als sicher genug für den Aufenthalt von Minderjährigen ohne deren Eltern. In der Mitteilung werden weitere Beispiele genannt. Die Praxis verstoße gegen Artikel 6 des Grundgesetzes, in der der besondere Schutz der Familie verbrieft sei, so Pro Asyl. Die Organisation fordert Bundestag und Bundesregierung auf, diese familienfeindliche Praxis sofort zu beenden.

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