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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2015
Der Inhalt:

Es hängt ja doch alles von uns ab

von Valentin Schönherr vom 20.11.2015
Unfassbar optimistisch: Der Ukrainer Serhij Zhadan ist der Autor der Stunde. Sein neuer Roman »Mesopotamien« zeigt einmal mehr, warum
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Wer in »Mesopotamien« eine literarische Verarbeitung des Kriegs in der Ukraine sucht, wird nicht fündig, das gleich vorweg. Der 41-jährige Serhij Zhadan, Musiker, Lyriker, Journalist und Erzähler, äußert sich öffentlich zu diesem Krieg, wo immer es geht. Denn dieser Krieg ist sein Thema. Er stammt aus Starobilsk, das liegt im Gebiet Luhansk, aber gerade noch diesseits der Front. Charkiw, die Stadt, in der er heute lebt, hat heftige Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Seiten gesehen; 2014 wurde Zhadan selbst während einer Veranstaltung krankenhausreif geprügelt. Von Charkiw aus unternimmt er auf eigene Faust Versorgungstouren an die Front, im Gepäck: Lebensmittel, Bedarfsgüter, Lieder und Texte.

Nicht auszuschließen, dass eines seiner nächsten Bücher vom Krieg handelt – »Mesopotamien«

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