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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2014
Bildung statt Bologna!
Was die europäische Studienreform angerichtet hat
Der Inhalt:

Nachmachen erwünscht!

Wie die Integration von Zuwanderern gelingen kann, zeigen Pilotprojekte aus Kanada, Großbritannien und Deutschland

Multikulti lebt. Sagen die einen. Multikulti ist gescheitert, so die anderen. Deutschland ist bei der Frage nach der Integration von Migranten noch immer in diese zwei Lager gespalten. Die eine Seite verkündet, das Boot sei voll, die andere feiert das neue, bunte Land. Bereits jeder Fünfte, der hier lebt, hat ausländische Wurzeln. Nun sind viele dieser Menschen schon gut integriert, aber gerade für Neuankömmlinge ist das deutsche System verwirrend und ausgrenzend. Wie also kann Integration gelingen – mit Blick auf die Einwanderer, aber auch mit Blick auf diejenigen, die sich für Einwanderer öffnen sollen? Wer sich in der Welt umsieht, entdeckt: Viele Initiativen sind verblüffend einfach.

Halifax. Es ist ein weltweites Phänomen: Ein dichtes Netz an Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern hilft, in einer Branche Fuß zu fassen. »Moment, ich kenne da jemanden ... Ich gebe dir mal seine Telefonnummer.« Mit einem solchen Satz beginnt oft der Start in die Karriere. Beziehungen sind unabdingbar. Für Migranten jedoch ist das ein Problem, denn sie kennen in den meisten Fällen niemanden in ihrem neuen Umfeld. Die Stadtverwaltung im kanadischen Halifax hat deshalb in Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsverband das Programm Making Connections aufgebaut – eine Kontaktschmiede für Alteingesessene und Neuankömmlinge. Unternehmen brauchen qualifizierte Mitarbeiter, und Migranten suchen eine gute Beschäftigung – aber oft wissen sie nichts voneinander. Hier schafft das Programm Abhilfe: Arbeitgeber treffen sich auf einen Kaffee mit einem arbeitsuchenden Einwanderer, erzählen von der Arbeitsmarktsituation, geben Tipps, wo die Qualifikationen des Gegenübers gefr