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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2013
Konzerne im Klassenzimmer
Wie die Wirtschaft Einfluss auf die Schule nimmt
Der Inhalt:

So viel wie möglich gemeinsam

von Hartmut Meesmann vom 22.11.2013
In Riedlingen gibt es jetzt eine Ökumenische Vereinbarung

»Es ist eine Art Selbstverpflichtung, auch für die Zukunft«, sagt Pfarrerin Helga Steible-Elsässer. Und ihr katholischer Kollege Walter Stegmann betont, dass man die ökumenische Arbeit unabhängig machen wolle »vom Gutdünken derer, die später einmal als Hauptamtliche hier tätig sein werden«. Beide beziehen sich auf die »Rahmenvereinbarung der ökumenischen Partnerschaft«, welche die Evangelische Kirchengemeinde Riedlingen (Donau) und die katholische KirchengemeindeSt. Georg in dem rund zehntausend Einwohner zählenden oberschwäbischen Ort im Sommer abgeschlossen haben. »Wir wollen«, heißt es in der Präambel der Vereinbarung, »auf dem begonnenen Weg zur sichtbaren Einheit in versöhnter Verschiedenheit in einem Glauben und in der einen Tischgemeinschaft weitergehen«.

Seit über 15 Jahren gibt es in Riedlingen einen »Ökumenischen Arbeitskreis«, dem je vier Mitglieder der beiden Gemeinden angehören. Er koordiniert die ökumenische Zusammenarbeit im Ort. Und die ist vielfältig: Zweimal im Jahr lädt der Arbeitskreis alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinden zur »Ökumenischen Pastoralkonferenz« ein und zu einer gemeinsamen Sitzung der beiden Kirchengemeinderäte. Ökumenisch gestaltete Gottesdienste gibt es am Volkstrauertag und an Silvester, ebenso zum Beginn und Ende eines Schuljahres. Eingeladen wird zu einer »Ökumenischen Gebetszeit« und zu »ökumenischen Kinderbibel-Tagen«. Ein gemeinsamer Ausschuss beider Kirchengemeinden führt Bildungsveranstaltungen im Ort durch. Auch die sozialen Dienste sind ganz selbstverständlich ökumenisch organisiert. Das gemeinsame Abendmahl bleibt allerdings ausgeschlossen, weil es von offizieller katholischer Seite nicht erlaubt ist.

Es sei wichtig, heißt es in der Ökumenischen Rahmenvereinbarung, »dass wir Christen gemeinsam das Evangelium in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein vermitteln wie auch durch sozialen Einsatz und die Wahrnehmung von politischer Verantwortung zur Geltung bringen.« Deshalb wird ausdrücklich festgehalten, dass »gegenüber der politischen Gemeinde und dem Landkreis … so weit wie möglich … gemeinsam argumentiert und verhandelt wird«. Soweit noch nicht geschehen, will man künftig in der Hospizarbeit, im Bereich der ambulanten Pflege und in der »Integrationsarbeit für und mit Migranten« eng zusammenarbeiten. »Gerade auch in de

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