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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

Fernsehen ohne Börse

Wann kommt der Menschlichkeitsindex anstelle des Dax?

Fast täglich verkünden Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen, ob der Deutsche Aktienindex steigt oder fällt. Und dies so aufdringlich, als wäre der Dax wirklich wichtig. Dabei sagt der Aktienindex rein gar nichts über das Wohlergehen der Menschen in Deutschland und anderswo, ja nicht einmal viel über das Wohlergehen der Wirtschaft. Selbst Finanzexperten weisen immer wieder darauf hin, dass die Kursentwicklung an den Börsen nicht viel mit der realen Entwicklung der Wirtschaft zu tun hat. Zudem bezieht sich der Dax gerade mal auf dreißig Unternehmen.

Wäre es da nicht besser, die Medien würden wöchentlich oder monatlich einen Index darüber veröffentlichen, wie es den Deutschen wirklich geht oder – noch besser – den Menschen weltweit? Ein solcher Index müsste regelmäßig anzeigen, ob die Zahl der Hungernden gestiegen oder gefallen ist, wie viele Arbeitslose es in Deutschland, in Europa oder weltweit gibt und ob ihre Zahl steigt oder fällt. Er müsste deutlich machen, wie der Wohlstand national oder weltweit verteilt ist und wie sich die Verteilung entwickelt hat, ob die Zahl der Flüchtlinge zu- oder abnimmt.

Die Kennzeichen dieses Menschlichkeitsindex »Mexdax« würden dann nicht von den Maklern an den Börsen in Frankfurt, London, New York oder Tokio bestimmt, sondern von internationalen Instituten, auch von Nichtregierungsorganisationen, die auf Gesundheit, Ernährung, Wohlergehen der Weltbevölkerung achten. Ein solcher Mexdax würde wesentlich mehr beschreiben als der einfache Dax, der nicht einmal den Stand der Volkswirtschaft anzeigen kann, sondern nur die spekulativen Entscheidungen einiger Großanleger wiedergibt. Solch ein Mexdax könnte der Öffentlichkeit die Augen öffnen f