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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

erzähl mir von dir ...

Diese Armut – und zugleich diese Lebensfreude

Sarah Blume (23) und Jonathan Schmidt (21) haben ein Jahr lang im Rahmen eines Freiwilligenprogramms des Berliner Missionswerks in Kapstadt gearbeitet: Mit Aidskranken, Jugendlichen und Armen. Mit einem anderen Blick auf die Menschen und Probleme in ihrem Heimatland sind sie vor einiger Zeit zurückgekommen. Sarah studiert Sozialpädagogik und Jonathan evangelische Theologie. Sie leben in Dresden und Berlin. In ihrem nachfolgend aufgezeichneten Gespräch erinnern sie sich an ihre Erlebnisse in Afrika.

Jonathan: Sarah, ich freu mich, dich mal wieder zu treffen. Ich bin in Gedanken immer noch oft in Kapstadt. Geht’s dir ähnlich?

Sarah: Natürlich, alles ist immer noch sehr präsent. Ich war ja vor drei Jahren die erste Freiwillige, die nach iThemba Labantu geschickt wurde, und sehr aufgeregt, ich wusste nicht, was mich da erwartet.

Jonathan: Was mich gleich am Anfang total überrascht hat, war diese krasse Armut, die Kriminalität, aber auch die Menschen, die trotz allem irgendwie zufrieden wirkten. Das wäre in Deutschland nicht möglich. Da fangen die Leute doch schneller an zu klagen, wenn ihnen etwas nicht passt.

Sarah: Ja, das Leben der Menschen in Südafrika scheint nach anderen Mustern zu laufen. Mir fällt gerade ein, dass ich nach Ankunft auf dem Flughafen in Kapstadt erst mal zwei Stunden auf die Abholer warten musste. Aber das ist eben auch südafrikanische Realität. Man lässt sich Zeit.

Jonathan: Stimmt genau. Man muss ein bisschen umdenken. Ich hab dann auch erst ganz in Ruhe gesch