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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2019
Die Waffen nieder!
Pazifismus in kriegerischen Zeiten. Wie sich Sicherheitspolitik neu denken lässt
Der Inhalt:

Ramelows Linke ist keine Randpartei

von Ulrike Scheffer vom 08.11.2019
Die Thüringen-Wahl hat im Westen alte Dominanz-Reflexe ausgelöst

In diesen Tagen wird viel über das Miteinander zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen gesprochen. Über Erwartungen, Enttäuschungen, über Achtung und Missachtung. Im Westen gibt es durchaus Verständnis für die Frustration vieler Ostdeutscher, die auch als Ursache für den Erfolg der AfD im Osten gesehen wird. Dennoch brechen sich westliche Dominanz und Überheblichkeit reflexartig Bahn, wenn sich Ostdeutsche, wie gerade erst bei der Wahl in Thüringen, herausnehmen, eigene Wege zu gehen.

Mehr als die Hälfte der Wähler hätte Parteien am linken und rechten Rand gewählt, hieß es, nachdem die Linkspartei in Thüringen stärkste Kraft wurde und auch die AfD gut abschnitt. Von einer Mehrheit für Extremisten oder Außenseiter war die Rede, oder schlicht von einer Schockwahl. Mit anderen Worten: Die Ostdeutschen haben einmal mehr bewiesen, dass sie nicht

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