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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2019
Die Waffen nieder!
Pazifismus in kriegerischen Zeiten. Wie sich Sicherheitspolitik neu denken lässt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 08.11.2019

Aleida Assmann, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, beklagt, dass sich der Politikbetrieb stark verändert habe. »Heute haben wir einen neuen Typ von Politiker, der zum Schauspieler geworden ist. Jetzt geht es darum, sich pausenlos in Szene zu setzen.« Das politische Geschäft kenne keine Pausen mehr, es gebe »einen dauerhaften Strom der Erregung«. Dagegen meint Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), dass die populistischen Kräfte in Europa den Höhepunkt ihres Erfolgs hinter sich haben. »Die Menschen spüren, dass Populisten am Ende nicht liefern. Irgendwann werden die Menschen fragen: Okay, tolle Unterhaltung, scharfe Sprüche, witziges Kino, aber was bedeutet diese Politik eigentlich für mein Leben, für meinen Arbeitsplatz, für meine Familie?«

Fritz Reheis, Erziehungs- und Sozialwissenschaftler, plädiert für einen anderen Umgang mit Zeit. Die gesellschaftliche Zeitordnung sollte an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden statt an das Getriebe der Ökonomie. Es sollte berücksichtigt werden, dass Menschen am frühen Nachmittag weniger leistungsfähig seien, etwa durch eine »Siesta für alle«. Zudem sollte jeder Mensch eine bestimmte Anzahl von Jahren zur Verfügung haben, in denen er nicht erwerbstätig sein müsse.

Jörg M. Fegert, Kinderpsychiater in Ulm, hat eine Zwischenbilanz zum Umgang der katholischen Kirche mit sexualisierter Gewalt gezogen. Es sei zu würdigen, dass die katholische Kirche »in der Praxis, etwa zu Schutzkonzepten in Einrichtungen, enorm viel gemacht hat«. Die kirchenrechtlichen Verfahren seien aber nach wie vor »mittelalterlich« und intransparent. Fegert kritisiert überdies die katholische Sexualmoral. Dort seien so viele Dinge nicht erlaubt, dass jeder zum Sünder werden müsse. Das habe zur Folge, dass alles in einen Topf geworfen werde und »die singuläre Brutalität von Missbrauch« als »eine Sünde von vielen bagatellisiert« werde.

Agnes Wuckelt, stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), freut sich über den Erfolg einer dreijährigen Werbekampagne unter dem Motto »Frauen.

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