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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2019
Die Waffen nieder!
Pazifismus in kriegerischen Zeiten. Wie sich Sicherheitspolitik neu denken lässt
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

vom 07.11.2019

wissen Sie, welchen Lärm ein startender Düsenjäger macht? Mein Kollege Markus Dobstadt hat das erlebt, als er für unsere Titelgeschichte am Fliegerhorst Büchel recherchierte. »Man hat das Gefühl, die Welt besteht nur noch aus Krach, und der hört nie wieder auf«, sagt er. Diesen Eindruck hat man derzeit oft, wenn man sich die politische Weltlage ansieht: lärmende Politiker und Kriegsgetöse überall. Der Angriff der Türkei auf Nordsyrien ist ein Beispiel dafür. Auf den Seiten 8, 9, 18 und 19 haben wir für Sie Facetten dieses Krieges und seiner Folgen – etwa für Deutsch-Kurden – zusammengetragen. Aber was wäre, wenn Deutschland voranginge und die Armee umwandelte und sie zu einem Teil eines internationalen technischen Hilfswerks machte? Das ist für viele unvorstellbar. Kein Wunder: Leisere Stimmen, die für Diplomatie und zivile Sicherheitspolitik werben, gehen häufig unter. Dabei lohnt es sich, auch den Leisen zuzuhören. Zum Beispiel der Evangelischen Landeskirche in Baden. Sie hat eine Strategie entwickelt, wie Deutschland ohne Militär agieren könnte. Eine naive Illusion? Mitnichten. Unser Autor hat sich das Konzept angesehen (ab Seite 26).

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 21/2019 vom 08.11.2019, Seite 3
Die Waffen nieder!
Die Waffen nieder!
Pazifismus in kriegerischen Zeiten. Wie sich Sicherheitspolitik neu denken lässt

Diplomatisches Geschick beweisen auch Politiker, Umweltverbände und Aktivisten eines Bürgerbegehrens zur Artenvielfalt in Baden-Württemberg. Sie sind auf gutem Wege, eine Lösung zu finden, mit der alle leben können – ohne sich gegenseitig laut anzuklagen. Dass es bei dem Bürgerbegehren nicht nur um Bienen geht, sondern vor allem ums Kompromisseschließen und somit um die Demokratie, hat meine Kollegin Barbara Tambour herausgefunden (Seite 17).

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Gute Nachrichten können sich bekanntermaßen gegen Negativ-Schlagzeilen selten durchsetzen. Sie sind es aber wert, wahrgenommen zu werden. Eine Auswahl finden Sie in diesem Heft: von einem schwulen Imam in Berlin (Seite 34) über verbesserte Arbeitsbedingungen für Näherinnen in Bangladesch (Seite 12) bis hin zu einer Doppelseite mit positiven Meldungen (Seite 24). Und wie es Menschen ergehen kann, um die es einst viel Lärm und Medienrummel gab, und die dann zur Persona non grata wurden, erfahren Sie im Leib-und-Seele-Gespräch mit dem früheren Manager Thomas Middelhoff (Seite 48).

Viele schöne (Lese-) Stunden im November wünscht