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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Zarensohn zwischen Pflicht und Liebe

von Birgit Roschy vom 10.11.2017
PFplus

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Kino. Brandanschläge, Molotowcocktails gegen das Studio des Regisseurs, Premiere unter Polizeischutz: Ein Film über den letzten Zaren führte in Russland zu einem heftigen Kulturkampf (siehe auch »Glauben und Streiten« in Publik-Forum 20/17). Schon Monate vor dem Filmstart entfachten Nationalisten und der orthodoxe Klerus eine Kampagne gegen das Liebesdrama, in dem die Affäre des letzten zaristischen Thronfolgers mit der polnischen Ballerina Mathilde Kschessinskaja geschildert wird. Der Film sei »üble Nachrede« gegen den letzten Zaren Nikolaus II., wetterten Kirchenvertreter, und Gläubige demonstrierten gegen die »Beleidigung einer heiligen Familie«. Tatsächlich wurde die 1918 von Bolschewiki ermordete Zarenfamilie als Märtyrer heiliggesprochen. Hiesige Zuschauer aber dürften an dem opulenten Historiendrama schwerlich etwas Gotteslästerliches finden. Der deutsche Charakterdarsteller Lars Eidinger spielt den schüchternen Zarewitsch, der sich in die schöne Ballerina verliebt. Doch als sein Vater stirbt, soll er zum Zaren gekrönt werden und eine hessische Adelige heiraten. So entfaltet sich vor prächtiger Kulisse die – nicht umwerfend neue – Geschichte eines zwischen Pflicht und Liebe zerrissenen Herrschers. Dass die selbstbewusste Mathilde kein Kind von Traurigkeit war, verleiht dem Drama zusätzliche Würze: ein schwelgerischer Augenschmaus, geschaffen für die große Leinwand.

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