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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

es kommt nicht oft vor, dass Journalisten vor Beginn eines Interviews gefragt werden, wie scharfkantig es denn zugehen dürfe. Häufig passiert das Gegenteil: Scharfe Formulierungen werden vermieden oder nachträglich geglättet – sei es aus Gründen der Parteiräson oder weil man nicht als »Streithansel« erscheinen möchte. Doch was meine Kollegin Britta Baas und ich am Vorabend des Reformationsjubiläums in Berlin erlebten, war eine Sternstunde christlicher Streitkultur. Kontrovers und leidenschaftlich in der Sache, doch menschlich sehr respektvoll stritten die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die Kirchengeschichtlerin Dorothea Wendebourg und der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Thies Gundlach, über den Ertrag des Jubiläumsjahres. Die facettenreiche Bilanz lesen Sie ab Seite 26. Da auch der katholische Kirchenrechtler Thomas Schüller im Interview über die Amtsführung des Papstes kein Blatt vor den Mund nimmt, gibt dieses Heft nicht nur Aufschluss über die Seelenlage der deutschen evangelischen Kirche, sondern auch über die Konflikte im Vatikan.

Andrea Teupke, die Leiterin des Ressorts »Leben & Kultur«, kam ebenfalls beseelt von einem Interviewtermin zurück. Das Gespräch mit dem Autor und Konzertveranstalter Berthold Seliger über das vergessene Widerstandspotenzial der klassischen Musik hat sie so beeindruckt, dass sie bis auf Weiteres abends nur noch Gustav Mahler hört (Seite 42).

Eine andere Sicht auf das weltweite Flüchtlingsdrama bietet das 16-seitige Dossier zur Bekämpfung von Fluchtursachen, das zusammen mit namhaften und weltweit engagierten Hilfsorganisationen erstellt wurde. Sie finden darin ermutigende