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Personen und Konflikte

vom 04.11.2016
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Milos Zeman, Staatspräsident von Tschechien, hat sich offiziell bei der Volksrepublik China dafür entschuldigt, dass sein Kulturminister Daniel Herman den Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, in Prag empfangen hat. Zeman, der Wert auf gute Beziehungen zu China legt, soll sich über Herman so geärgert haben, dass er sogar dessen Onkel Jiri Brady, einen 88-jährigen Holocaust-Überlebenden, kurzfristig von der Liste für einen hohen Staatsorden strich. Herman beteuert, dass Zeman dies als Strafe angedroht habe, falls er den Dalai Lama nach Prag einlade. Gegen die Nichtehrung Bradys haben der Philosoph Tomas Halik, der Bischof von Pilsen, Tomas Holub, und der frühere Kardinal von Prag, Miloslav Vlk, Protest eingelegt.

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