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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2016
Gefährlicher Egoismus
Warum sich die Deutschen mit Gerechtigkeit so schwertun
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 04.11.2016

Milos Zeman, Staatspräsident von Tschechien, hat sich offiziell bei der Volksrepublik China dafür entschuldigt, dass sein Kulturminister Daniel Herman den Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, in Prag empfangen hat. Zeman, der Wert auf gute Beziehungen zu China legt, soll sich über Herman so geärgert haben, dass er sogar dessen Onkel Jiri Brady, einen 88-jährigen Holocaust-Überlebenden, kurzfristig von der Liste für einen hohen Staatsorden strich. Herman beteuert, dass Zeman dies als Strafe angedroht habe, falls er den Dalai Lama nach Prag einlade. Gegen die Nichtehrung Bradys haben der Philosoph Tomas Halik, der Bischof von Pilsen, Tomas Holub, und der frühere Kardinal von Prag, Miloslav Vlk, Protest eingelegt.

Natalia Alonso, stellvertretende Direktorin von Oxfam in Brüssel, wirft der Europäischen Union vor, Gelder für Entwicklungshilfe anderweitig zu verwenden. »Ein Teil dieser Gelder fließt in die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen.« Es bestehe die Gefahr, dass Entwicklungsgelder in Drittstaaten als Druckmittel genutzt würden, um illegale Migration zu kontrollieren. »Das ist definitiv nicht Sinn und Zweck der Entwicklungszusammenarbeit«, sagte Alonso.

John Onaiyekan, Kardinal von Abuja (Nigeria), wünscht sich, dass alle Terroropfer in Nigeria gleich behandelt werden. Man dürfe nicht nur auf das Schicksal der von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram entführten Mädchen von Chibok schauen. Immer wieder entführen und ermorden die Islamisten Imame in Nigeria, die ihnen zu liberal erscheinen. Jüngst wurde Sheik Muhammad Lawal Madoki, der die Wohlfahrtskommission im Bundesstaat Sokoto leitet, mit seinen Familienangehörigen verschleppt.

Hans Herrmann Eggers vom Umweltbundesamt vermutet, dass die Flut an unterschiedlichen Gütesiegeln für besonders umweltfreundliche Produkte Konsumenten nur verunsichere. »Wir haben heute 400 oder noch mehr Umweltzeichen, die alle den Verbraucher informieren wollen. Das Gegenteil ist der Fall

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