Menschen und ihre Dinge
Es gibt wohl keinen Fotografen, der nicht von Walker Evans beeinflusst ist. Dabei war Fotokunst nie sein Ziel. Zu kritisch war er gegenüber der »Hochkultur«, der kulturellen Hierarchie, die er in den Museen fand. Stattdessen entwickelte er einen dokumentarischen Stil, der sich der sozialen Wirklichkeit stellte: Die Dinge so abzubilden, wie sie sind, ganz alltägliche Phänomene wertzuschätzen, das war Evans’ Anspruch. Doch nicht an reiner Dokumentation war ihm gelegen. Es ging ihm auch um die innere Beziehung des Künstlers zu den abgebildeten Dingen. Hinter dem, was uns immer umgibt, scheint plötzlich eine Ordnung auf.
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