Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

Leserbriefe Wohnen

vom 06.11.2015

Rom und die Reformen

Zu: »Der Papst muss liefern«
(19/15, Seite 28-35)

In dem sehr lesenswerten Streitgespräch vertreten Sabine Demel und Martha Heizer eine Position, die sicher allen reformorientierten Katholiken gefällt. Aber nur Hubert Wolf scheint die Situation, in der sich Papst, Bischöfe und Kurie befinden, realistisch einzuschätzen. Vor allem seine Erkenntnis, dass es eben nicht die eine Wahrheit gibt, kann man nur unterstreichen – aber von dieser Erkenntnis ist der Papst wohl auch noch meilenweit entfernt. Deshalb versucht Franziskus durch Zugeständnisse in der Seelsorge-Praxis davon abzulenken, dass es ohne Änderung oder Relativierung vieler Dogmen keine echten Reformen geben kann. Auch möchte Papst Franziskus nicht als Verursacher einer weiteren Kirchenspaltung in die Geschichte eingehen. Deshalb wäre zu wünschen, dass Papst Franziskus mit den Bischöfen einen pragmatischen Weg findet, bei dem – wie Frau Demel vorschlägt – ohne Aufgabe von Rechtsnormen auf Kirchenstrafen verzichtet wird. Liebevolles Verständnis für die unterschiedlichen Wege zu Gott wäre ein wahrhaft christliches Verständnis von Glauben. Josef Heckerott, Bottrop

Der Papst »muss liefern«? Solche und ähnliche abgegriffenen Sprachklischees – (wir sind »gut aufgestellt«) – wollte ich eigentlich in Publik-Forum nicht lesen. Und dann noch auf dem Titelblatt! Zumal seine Enzyklika »Laudato Si« mit einem so feinen Sprachgefühl geschrieben ist. Und dann das ganze Gekritzel auf seinem Gesicht! Die Titelbilder von Publik-Forum sind manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Hannelore Tümpel, Westerholz

Der von mir geschätzte Professor Wolf hat im Fall des »spirituellen Alzheimer« nur teilweise recht. Franziskus hat ja seine Mitarbeiter nicht einzeln »vorgeführt«. Er hat allgemein, aber sehr konkret Missstände benannt. Die Angestellten im Vatikan haben das sicher mehrheitlich begrüßt. Bei Mitarbeiterbefragungen in Unternehmen stellt sich heraus, dass sich der oberste Führungskreis tendenziell in einem positiveren Licht sieht als die nachgeordneten Ebenen. Deswegen halte ich meinen Führungskräften in Schulungen und

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen