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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

Die Frau, die immer anders ist

vom 06.11.2015

Ausstellung. Keine Frau ist so häufig gemalt worden wie Maria. Die Darstellung der Mutter Jesu spiegelt nicht nur den künstlerischen Stil und die Theologie der unterschiedlichen Epochen, sondern auch das jeweilige Frauenbild. Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover dokumentiert diesen Wandel von Oktober bis Februar in der Ausstellung »Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur«. In 250 Kunstwerken führt der Weg von den antiken Muttergöttinnen über den Marienkult des Mittelalters bis zu zeitgenössischer Kunst. Peter Paul Rubens lässt seine eigene Familie Modell sitzen und vermischt so Weltliches und Geistliches. Die Fotografin Julia Krahn wiegt in einem Selbstporträt ein leeres Tuch in ihren Armen. Auch für Protestantinnen sei Maria eine »starke Figur der Identifikation«, sagte Schirmherrin Margot Käßmann zur Eröffnung: »Martin Luther war durchaus ein großer Fan von Maria.« Erst im Zuge der Gegenreformation hätten sich die Protestanten von der katholischen Marienverehrung abgesetzt.

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