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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2012
Gefährlicher Reichtum
Warum wir eine gerechte Verteilung brauchen
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 09.11.2012

Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sieht im Reformationsjubiläum im Jahr 2017 »keine rein evangelische Angelegenheit«. Die Herausforderung liege darin, dem Jubiläum eine deutlich ökumenische Dimension zu geben und gleichzeitig die evangelische Klarheit zu bewahren. In einer säkularisierten Gesellschaft habe das gemeinsame Zeugnis von Christen ein großes Gewicht, sagte Käßmann. Der »Ökumene-Bischof« der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Gerhard Feige (Magdeburg), erklärte, Katholiken empfänden die Reformation und die »damit zusammenhängende Spaltung der abendländischen Kirche als tragisch«. Bis in die Gegenwart litten Christen – vor allem konfessionsverschiedene Ehen und Familien – an der Spaltung. »Das sollte nicht verdrängt oder beschönigt, sondern aufgearbeitet werden«, sagte Feige.

Richard Williamson, Traditionalisten-Bischof und Holocaust-Leugner, ist von der erzkonservativen katholischen Piusbruderschaft ausgeschlossen worden. Begründung: Der 72-jährige Brite weigere sich, »den Respekt und den Gehorsam zu bezeugen, den er seinen rechtmäßigen Oberen« schulde. Williamson hatte die Führung der Piusbruderschaft mehrfach scharf kritisiert. Er muss sich in Deutschland demnächst erneut wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Der Direktor der Anti Defamation League in den USA, Abraham Foxman, fordert die Leitung der Piusbruderschaft auf, nunmehr »den Antisemitismus für alle Zeiten als inakzeptabel zu verurteilen«.

Patrick Hoogmartens, katholischer Bischof von Hasselt in Belgien, hat sich gemeinsam mit 130 Priestern seiner Diözese mit den Mitarbeitern des von Schließung bedrohten Ford-Werkes im limburgischen Genk solidarisch erklärt. Man sei über die geplante Schließung entsetzt, heißt es in einer Erklärung. Der Bischof kritisiert, die wirtschaftliche Logik des maximalen Gewinns entspreche nicht der Logik des Evangeliums und der katholischen Soziallehre. Das Fortbestehen des Betriebes sei nicht allein eine Angelegenheit der Anteilseigner, sondern aller Betroffenen. Von der Schließung wären 4300 Mitarbeiter direkt betroffen.

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