Mehr widerständige Priester
Nach dem Erzbistum München-Freising startet nun auch in der Diözese Augsburg eine Priesterinitiative. Am 19. Oktober wandten sich 43 Augsburger Welt- und Ordenspriester in einer Erklärung an die Öffentlichkeit. Die Geistlichen, darunter sechs aktive Dekane und Regionaldekane, beklagen den von Rom und den Bischöfen zu verantwortenden katastrophalen Reformstau in der katholischen Kirche. Sie werben für Kirchenreformen, denn: »Die verweigerte Erneuerung bringt unsere Verkündigung in Misskredit.« Mit ihrem Schritt wollen die 43 Priester vor allem diejenigen Katholiken ermutigen, »die sich kaum mehr in der jetzigen Form von Kirche beheimatet sehen«. Deshalb geben die Priester wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion – entgegen dem unbarmherzigen Kirchengesetz. Und sie laden konfessionsverbindende Paare zur Eucharistie ein.
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