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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2011
Das Rätsel des Bösen
Der Inhalt:

Kandidatin im Männerland

von Eva-Maria Lerch vom 04.05.2012
Fausia Kufi sollte sterben, weil sie ein Mädchen war. Jetzt will sie Präsidentin von Afghanistan werden

Das Baby lag ungeschützt in der prallen Sonne des Himalaya und schrie. Seine Mutter war eine von sieben Frauen eines afghanischen Stammesführers, sie hatte das Neugeborene in den Bergen ausgesetzt, weil es schon wieder nur ein Mädchen war. Sie hätte ihren Mann mit einem Sohn beglücken müssen. Das Baby sollte sterben, doch es schrie ausdauernd, stundenlang. Bis die Mutter sich besann und das Kind wieder zu sich nahm.

Dieses Kind ist heute die bekannteste Politikerin Afghanistans und Vizepräsidentin des Unterhauses: Fausia Kufi, eine Frau mit großen Augen, vollen Lippen und einem weichen Gesicht, das locker von einem bunten Kopftuch umwallt wird. Die 36-Jährige will bei den nächsten Präsidentschaftswahlen als Kandidatin antreten. In Afghanistan, wo Frauen traditionell keine Macht haben und die Taliban wieder an Einfluss gewinnen, ist ihr

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