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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2011
Das Rätsel des Bösen
Der Inhalt:

Breiter Widerstand – mit Erfolg

von Peter Otten vom 04.05.2012
Pallottiner ermöglichen Fortbestand offener Arbeit – fürs Erste

Die Jugendarbeit im Haus Wasserburg geht weiter. Die Provinzversammlung der Pallottiner hat Ende Oktober beschlossen, die Jugendarbeit an der Bildungsstätte Haus Wasserburg in Vallendar bei Koblenz »mittelfristig, das heißt zunächst drei bis fünf Jahre, fortzuführen«. Zudem soll eine Kommission nach künftigen Konzepten für die Niederlassung suchen.

Diese Aussage wurde mit Spannung erwartet und von den vielen Menschen, die sich in der Initiative zur Erhaltung von Haus Wasserburg (IzEW) engagieren, mit Erleichterung aufgenommen. Damit gehen ereignisreiche Wochen zu Ende, in denen sich über 700 Menschen aktiv für dieses Ziel eingesetzt haben. Ursprünglich wollte Provinzial Pater Hans-Peter Becker die Jugendbildungsstätte 2014 schließen. Dagegen hatten die Hausleitung und die Unterstützerinitiative heftigen Widerstand geleistet. Hunderte Menschen nahmen an Unterstützungsgottesdiensten und Mahnwachen teil.

Die angestrebte Schließung hatte Becker vor allem mit Konflikten zwischen der Jugendarbeit in Haus Wasserburg und der Wallfahrtsseelsorge der Schönstatt-Bewegung begründet. In unmittelbarer Nähe der Jugendbildungsstätte befindet sich eine kleine Marienkapelle, die seit 1914 als »Urheiligtum« der Schönstattbewegung, einer Abspaltung der Pallottiner, gilt und Ziel vieler Wallfahrer ist. »Frommer Wallfahrtsort neben lebhafter Jugendarbeit: Dieses ungleiche – jedoch benachbarte – Pärchen hat in der Vergangenheit mehr als einmal gezeigt, dass es vor allem eines ist: unversöhnlich«, hatte Becker in einem Brief geschrieben. Die Befriedung sei ein Gebot christlicher Nächstenliebe. Aus dem Umfeld der Pallottiner hieß es dagegen, prominente Unterstützer der Schönstätter auch aus der Deutschen Bischofskonferenz hätten die Pallottiner aufgefordert, dort »für Ruhe zu sorgen«. Dahinter stecke wohl ein Kaufinteresse am gesamten Areal.

Aber Becker hält auch die »punktuelle« Jugendarbeit in Haus Wasserburg, die vor allem aus Orientierungstagen für Schulklassen besteht, für zukunftslos. Dem widerspricht Pater Alexander Diensberg von der Hausleitung von Haus Wasserburg: »Wir predigen Sonntag für Sonntag, dass Kirche nicht Sache der Priester allein ist, sondern alle in die Verantwortung nimmt.« Die Arbeit erreiche jährlich 7000 Kinde

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