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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2011
Das Rätsel des Bösen
Der Inhalt:

Adieu

von Christian Modehn vom 04.05.2012
Eine Philosophie des Abschiednehmens

Vor Kurzem erhielt ich eine ungewöhnliche Einladung: »Herzlich willkommen zur Abschiedsparty! Viele Grüße von Anne und Richard«. Als ich dann, etwas verspätet, eintraf, plauderten die Gäste im Wohnzimmer, es war leer geräumt. Etwa zwanzig Bücherkartons standen in der Mitte, bildeten eine Art Buffet für Gläser und Tassen. Anne wandte sich an ihre Gäste: »Wir ziehen also um. Morgen geht’s los. Wir beide wollen nur noch halbtags arbeiten. Eine große Wohnung können wir uns nicht mehr leisten. Darum die Abschiedsparty, von euch ... und von der Wohnung.«

Die beiden führten uns in die anderen Zimmer. »Hier, am Fenster, habe ich meine Magisterarbeit geschrieben«, sagte Anne. »Dort das Schlafzimmer«, meinte Richard schmunzelnd, »es war unser allerliebster Raum.« Zwischendurch berührten die beiden noch einmal die Wände und die Fenster, fast so, als strei

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