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Adieu

Eine Philosophie des Abschiednehmens
von Christian Modehn vom 04.05.2012
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Vor Kurzem erhielt ich eine ungewöhnliche Einladung: »Herzlich willkommen zur Abschiedsparty! Viele Grüße von Anne und Richard«. Als ich dann, etwas verspätet, eintraf, plauderten die Gäste im Wohnzimmer, es war leer geräumt. Etwa zwanzig Bücherkartons standen in der Mitte, bildeten eine Art Buffet für Gläser und Tassen. Anne wandte sich an ihre Gäste: »Wir ziehen also um. Morgen geht’s los. Wir beide wollen nur noch halbtags arbeiten. Eine große Wohnung können wir uns nicht mehr leisten. Darum die Abschiedsparty, von euch ... und von der Wohnung.«

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