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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2018
Mensch oder Profit
Woran die Pflege krankt. Und wie es besser geht
Der Inhalt:

Stichwort: Ganz normaler Rassismus

von Norbert Copray vom 26.10.2018
Gibt es einen neuen Antisemitismus?

Sven Felix Kellerhoff
Ein ganz normales Pogrom
November 1938 in einem deutschen Dorf. Klett-Cotta. 248 Seiten. 22 €

Juna Grossmann
Schonzeit vorbei
Über das Leben mit dem alltäglichen Antisemitismus. Droemer. 160 Seiten. 14,99 €

Abraham Melzer
Die Antisemitenmacher
Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert. Westend. 288 Seiten. 18 €

Moshe Zuckermann
Der allgegenwärtige Antisemit
Oder Die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit. Westend. 224 Seiten. 20 €

David Ranan
Muslimischer Antisemitismus
Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland? J. H. W. Dietz. 222 Seiten. 19,90 €

Albrecht Koschorke
Adolf Hitlers »Mein Kampf«
Zur Poetik des Nationalsozialismus. Matthes & Seitz.
92 Seiten. 10 €

Achtzigster Jahrestag der »Reichspogromnacht«: Vom 9. auf den 10. November 1938 wird der jahrzehntelang geschürte Antisemitismus von der NSDAP und ihren Regierungsorganen in ein Pogrom umgemünzt. Die mit 0,7 Prozent Anteil an der Bevölkerung sehr kleine jüdische Minderheit wird aus ihren Wohnungen gezerrt, gedemütigt, geschlagen, vertrieben. Die Wohnungen, Geschäfte und Friedhöfe der Juden werden verwüstet, etwa 400 Menschen im Pogrom ermordet oder in den Suizid getrieben. Mehr als 1400 Synagogen und sonstige Versammlungsräume sind nach dieser grausamen Nacht zerstört.

In Guntersblum, fünfzig Kilometer von Darmstadt entfernt, schlagen Bürger am 10. November zu, weil die Appelle der Partei- und Staatsstellen verspätet eintreffen. Was dann passiert, ist präzise wie selten dokumentiert, sodass der Zeitgeschichtler und Redakteur der Zeitung Die Welt, Sven Felix Kellerhoff, in seinem Buch »Ein ganz normales Pogrom« das überall gängige Geschehen sehr gut nachzeichnen und bewerten kann. Weil Juden erst zu Gegnern, dann zu Volksfeinden und Hassobjekten gemacht wurden, war die Lunte für das Pogrom gelegt.

Nach mehr als sechs Millionen ermordeten jüdischen Europäern hieß es aus Schock und Scham: »Nie wieder!« Ist die »Schonzeit vorbei«, fragt die Ausstellungsleiter

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