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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

US-Abgeordnete: Stoppt den Krieg im Jemen!

In den Vereinigten Staaten haben dreißig Kongressabgeordnete beider Parteien eine Resolution vorgelegt, in der sie ein Ende des US-Engagements im Jemen fordern. Saudi-Arabien ist maßgeblich am Krieg gegen den Jemen beteiligt, dennoch wird es von den USA unterstützt: Washington verkauft Waffen an Riad, hilft dabei, Angriffsziele im Jemen festzulegen, und tankt die saudischen Flugzeuge auf, die Luftangriffe fliegen. Ro Khanna von der Demokratischen Partei und Walter Jones von den Republikanern verlangen, dass der Kongress dem ein Ende bereitet. In einem Gastbeitrag der New York Times schreiben sie: »Das tägliche Bombardement des Jemen durch die saudische Koalition wäre nicht möglich ohne die Präsenz der US Air Force.« Es gelte, »das unvorstellbare Leiden von Millionen Jemeniten zu beenden«. Sie weisen darauf hin, dass der Krieg auch zu einem Erstarken von Al Kaida in der Region geführt habe. Ro Khanna rechnet mit einer Abstimmung in den nächsten Wochen, wie er Publik-Forum mitteilte.

Im Jemen spielt sich laut UN-Angaben die größte humanitäre Krise der Gegenwart ab. Das Leid der Menschen wird zumeist in Superlativen beschrieben: Von einer »Hungersnot in biblischen Ausmaßen« spricht der Chef des Norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland. Niemals zuvor sind auf der Welt so viele Menschen in einem einzigen Jahr an Cholera erkrankt wie derzeit im Jemen. Der Hilfsorganisation Oxfam zufolge sind schon mehr als 2100 Menschen an der Durchfallerkrankung gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass rund 7,6 Millionen Menschen