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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Uni für Querdenker

Die Cusanus Hochschule verknüpft Ökonomie mit sozialer Verantwortung

Die Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues ist eine der kleinsten Hochschulen Deutschlands. Und eine der jüngsten. Vor einem Jahr startete sie mit vierzig Studierenden im Masterstudiengang Philosophie und Ökonomie. Im gerade beginnenden Semester kommen die beiden Bachelor-Studiengänge Ökonomie und Philosophie mit je höchstens 25 Studierenden hinzu. Dafür ist der Ansatz der Uni umfassend: Sie will eine andere Form von Ökonomie lehren. Im interdisziplinären Dialog sollen Querdenker herangebildet werden, die fundiertes ökonomisches Wissen mit politischen, sozialen und ökologischen Aspekten von Verantwortung verbinden können. Zudem geht es darum, sich selbst und das gelernte Wissen immer wieder zu hinterfragen.

Alle Lehrveranstaltungen der Cusanus-Hochschule sind als Blockseminare organisiert – im Schnitt fünf Stück je Semester –, die meist sechs Tage lang dauern. Die Studierenden wohnen in dieser Zeit in der derzeit leerstehenden Jugendherberge von Bernkastel-Kues.

Wer an der Hochschule studieren will, wird in einem Aufnahmegespräch nach seiner Motivation, fachlichen Eignung, dem eigenen sozialen Engagement befragt. Vorausgesetzt wird ein großes Interesse an wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Fragen und die Bereitschaft, sich auf persönlichkeitsbildende Prozesse einzulassen.

Die 2014 als unselbstständige Stiftung gegründete Hochschule finanziert sich ausschließlich aus privaten Spendengeldern von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen und Stiftungen und aus Studiengebühren – derzeit 300 Euro im Monat. Bedürftige Studentinnen und Studenten können ein Stipendium beantragen, finanziert durch die Cusanus-Studie