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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Sehr geehrter Herr Amil,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen die bereits zugesagte Praktikumsstelle in unserem Schreinereibetrieb nun doch nicht anbieten können. Die Entscheidung traf der Besitzer der Firma kurzfristig nach demokratischer Vereinbarung mit seinen engsten Mitarbeitern Helmut, Karl-Heinz, Horst, Fonse und Sepp beim Stammtischabend am letzten Mittwoch.

Hintergrund sind die schlimmen Terroranschläge in Würzburg, Ansbach und nicht zuletzt die skandalösen Vorkommnisse in Chemnitz. Wie Sie wissen, gehören Sie als dunkelhaariger syrischer Jugendlicher zu dem potenziellen Personenkreis, der für Terroranschläge rekrutiert wird.

Auch wenn Sie bereits seit vier Jahren in Deutschland leben, ein ausgezeichnetes Führungszeugnis und nachweisbar sehr gute Deutschkenntnisse haben, höflich sind und ein hervorragendes Schulzeugnis vorweisen können, bleibt uns dennoch keine andere Wahl.

Unser Geselle Fritz in der Schreinerei, der einen Großteil der Aufträge abarbeitet, hat zudem angekündigt, dass er sofort seine Arbeit niederlegen würde, wenn Sie als Praktikant anfingen. Er kennt sich mit der Materie der Migranten bestens aus, weil er für die AfD im Gemeinderat sitzt und sich eingehend mit der Bedrohung unseres Landes durch Muslime beschäftigt hat.

Er vermutet auch, dass unsere Kundenaufträge rapide zurückgehen würden, wenn Sie als dunkelhäutiger, dunkelhaariger, dunkeldenkender Syrer bei uns im Geschäft herumstünden. Fritz wies auch darauf hin, dass die Kunden Angst davor haben könnten, dass Sie heimlich eine Bombe in ihren neugezimmerten Schlafzimmerschrank hineinbauten.

Außerdem hat unsere Ablehnung Ihres dreiwöchigen Praktikums bei