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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Noch ist Haiti nicht verloren

von Jenny Marrenbach, David Weyand vom 21.10.2016
Trotz Naturkatastrophen und Armut: Es gibt kleine Unternehmen, die den Menschen Jobs und Perspektiven bieten

Eigentlich wollte Julie Colombino nur zwei Wochen lang in Haiti bleiben. Als freiwillige Helferin war sie nach dem Erdbeben im Januar 2010 in den Karibikstaat gereist. Sie kümmerte sich gerade um die Planung einer Hilfslieferung, als sie Jolina Auguste traf. »Ich will keinen Reis und kein Wasser«, sagte ihr die Haitianerin. »Ich brauche einen Job.«

Arbeitsplätze in einem Land zu schaffen, in dem sie gerade erst angekommen war, erschien Julie Columbino unmöglich. Doch sie folgte einer spontanen Eingebung, flog zurück nach Florida und verkaufte alles, was sie besaß. Zudem sammelte sie Spenden und kehrte wenige Wochen später mit 10 000 Dollar und einer Idee nach Haiti zurück: Aus der Idee entstand »Rebuild Globally«, ein kleines Sozialunternehmen in der Hauptstadt Port-au-Prince.

Hinter einem unscheinbaren Eisentor dringt

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