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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Kauf dir einen Präsidenten

Von wem Donald Trump und Hillary Clinton ihre Wahlkampf-Millionen erhalten

Geld hat in der US-Politik schon immer eine große Rolle gespielt. Doch im gegenwärtigen Wahlkampf fließt so viel Geld von Hochfinanz, Industrie und Superreichen wie vermutlich noch nie zuvor. Zudem sind die beiden Spitzenkandidaten Donald Trump und Hillary Clinton überaus vermögend – und mit der sogenannten Wirtschaftselite verwoben. Da hofft so mancher Geldgeber auf Gegenleistungen für seine Gaben.

Dass dieser Wahlkampf der teuerste in der Geschichte werden dürfte, liegt vor allem an einem Mann: David Keating. Er ist Rechtsanwalt und gleichzeitig konservativer Politikaktivist. Er leistete jahrelang Widerstand gegen die strikten Obergrenzen für Wahlwerbung und Wahlspenden, die in den USA bis 2010 galten. Dann setzte er vor Gericht durch, dass für Wahlkämpfe Unterstützungsvereine (»Political Action Commitees«) gegründet werden können. Sie dürfen zwar nicht direkt Geld an Kandidatinnen oder Kandidaten überweisen, aber unbegrenzt Geld einsammeln und es für Wahlwerbung ausgeben. Auf diese Weise sollen rund vier Milliarden Dollar in den gegenwärtigen US-Präsidentschaftswahlkampf fließen.

Nach einer Analyse der New York Times stammt der allergrößte Teil der Spenden, die bisher geflossen sind, von weniger als 400 Familien im Land. »Wer die Liste der Topspender durchgeht, findet einen Querschnitt des obersten Prozents von Amerikas Superreichen. 67 Spender sind Milliardäre«, schreibt die Tageszeitung.

Auch wenn viele führende Leute der US-Wirtschaft Donald Trump nicht mögen, so fließt doch der größere Teil des Geldes an die Republikaner – obwohl auch Hillary Clinton gute Beziehungen insbesondere zur Hochfinanz hat. Die wichtigsten Spender für Trump sind die B