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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 21.10.2016

Karl-Heinz Baum/
Thomas Schiller (Hg.)
Mit Kerzen haben sie nicht gerechnet
Evangelische Verlagsanstalt. 224 Seiten. 19,90 €

Die Autoren erinnern sich 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution an das Jahr 1989. Besonders hervorzuheben ist: Sie erklären die neue Qualität des Widerstands, die mit der Gründung des Neuen Forums erreicht war. Und sie stellen das Verhältnis der Kirche zu den oppositionellen Gruppen differenziert dar. Nicht zuletzt erinnern sie an die Bedeutung der Dresdener »Gruppe der 20«, die zur ersten »revolutionär-demokratischen, mit einem symbolischen Mandat ausgestatteten Vertretung großer Teile der Bevölkerung gegenüber der Staatsmacht« wurde. Dem Buch ist anzumerken, dass es von erfahrenen Journalisten geschrieben wurde: Die Probleme sind gut zusammengefasst und verständlich dargestellt. Kein Text ist weitschweifig, sondern konzentriert, ohne dass Gründlichkeit und Breite darunter leiden. Einziges Manko: die vielen Wiederholungen, die eine Schlussredaktion hätte beseitigen sollen. Jürgen Israel

Michael Welker/Michael Beintker/Albert de Lange (Hg.)
Europa reformata
Evangelische Verlagsanstalt. 424 Seiten. 29,90 €

Wenn noch ein Buch zur Reformation gefehlt hat, dann dieses. In 48 knappen Artikeln skizziert es die reformatorischen Profile von etwa vierzig europäischen Städten sowie das Wirken der wichtigsten Reformatoren. Dadurch wird erstmals konkret, inwiefern die Reformation eine europäische Bewegung war. Hier kommen Städte vor, die man bisher nicht als Reformationsorte anzusehen gewohnt war (Breslau, Cambridge, Ferrara), sowie unscheinbare Orte (Herborn, Emden, Kronstadt, Orlamünde), aber natürlich auch die bekannten Reformationsstädte wie Wittenberg, Genf und Prag. Außerdem wird das Buch den vielen an der Reformation Beteiligten gerecht, die sonst nur ungenügend berücksichtigt werden (Tyndale, Karlstadt, Truber), vor allem auch den Fürsten und den Frauen. Die Spitzenleistung des Buches ist, dass es neben alten Städteansichten auch kleine Denkmäler, Schrifttafeln und Miniaturen präsentiert. Dadurch lässt sich das Buch wie ein Reiseführer benutzen, und man kann in Ferrara oder Turku auf eigene Faust Reformationsspaziergänge unternehmen. A. Martin Steffe

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