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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Raus aus der Warteschleife

Ein Förderjahr soll Jugendliche auf die Ausbildung vorbereiten

Die Situation der Auszubildenden hat sich zwar verbessert. Doch noch immer landen 60 Prozent der Hauptschulabsolventen und 73 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund eines Jahrgangs nach der Schule bestenfalls in Auffangsystemen. Das belegt eine Studie der Universität Hohenheim im Auftrag der IG Metall Baden-Württemberg. »Es ist nicht akzeptabel, dass noch immer jeder siebte Jugendliche ohne Berufsausbildung auf dem Arbeitsmarkt landet«, so Jörg Hofmann, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, bei der Vorstellung der Studie. Hofmann kritisiert die endlosen Warteschleifen, in die Jugendliche nach der Schule geraten. Er fordert mehr Hilfen beim Übergang von Schulen in den Beruf.

Deshalb wollen die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg dieser Entwicklung nun mit einem Förderjahr begegnen. In einem Jahr sollen nicht ausbildungsreife Schulabgänger an eine berufliche Ausbildung herangeführt werden, indem Schlüsselkompetenzen besonders trainiert werden, sodass sie dann eine Ausbildung machen können.

Das Konzept des Förderjahres soll zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen geht es um die soziale Verantwortung gegenüber der jungen Generation, die auch bei schlechten Voraussetzungen in die Arbeitswelt integriert werden soll. Zudem spürt die Industrie den wachsenden Fachkräftemangel und will Vorsorge treffen.

Der Sportwagenhersteller Porsche versucht bereits, diesen Tarifvertrag als erstes Unternehmen umzusetzen. Mindestens fünf Jugendliche sollen so gefördert werden, dass sie eine Ausbildung beginnen können. »Es ist gesellschaftliche Verantwortung und Pflicht des Unte