Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Kritisch und weltoffen

Tilman Vogt ist der neue Volontär bei Publik-Forum. Auch seine Ausbildung ermöglicht der Harald-Pawlowski-Fonds

Nachrichten auswählen, Meldungen schreiben, Artikel bearbeiten und über Überschriften diskutieren: Dass Tilman Vogt gerade erst in der Krebsmühle angekommen ist, merkt man ihm nicht an. Unaufgeregt und gelassen hat er sich in den Redaktionsalltag eingefunden. Vor zwei Wochen war er noch in Berlin und hat freiberuflich für den Suhrkamp-Verlag Bücher lektoriert – heute wohnt er in einer Wohngemeinschaft in Frankfurt-Sachsenhausen und fährt täglich mit U-Bahn und Fahrrad in die Redaktion in Oberursel.

Der nachdenklich wirkende 29-Jährige hat bereits einige journalistische Erfahrungen gesammelt: Erste Artikel hat er bald nach seinem Abitur am Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg verfasst. Filmbesprechungen waren darunter, aber auch ein Essay über die Band Tocotronic, die mit dem sehnsüchtig-ironischen Titel »Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein« bekannt wurde. Sein Artikel über sich befehdende Rapper in Berlin wurde im Internet viel kopiert und diskutiert: »Mein bislang größter publizistischer Erfolg«, sagt Vogt und lacht. Persönlich fand er eine Reportagereise nach Frankreich am spannendsten: Nach Unruhen in den Banlieues von Paris berichtete er aus einem Stadtteil, in dem in der Nacht zuvor ein Kindergarten und eine Bibliothek abgebrannt wurden.

Als »Teil einer Jugendbewegung« konnte Vogt sich schon als Oberstufenschüler fühlen, als er und seine Mitschüler während des bundesweiten Bildungsprotestes 1997 die Schule bestreikten. Das politische Engagement hat er seitdem nicht mehr aufgegeben: So setzte er sich in Berlin mit der Kampagne »Save me Berlin« für eine menschenfreundlichere Flüchtlingspolitik