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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Maira Irigaray, Sprecherin der der Bewegung Xingu Vivo in Brasilien, hält gemeinsam mit 150 anderen Ureinwohnern und Fischern eine der Baustellen des umstrittenen Staudamms von Belo Monte besetzt. Damit wolle die Bewegung dagegen protestieren, dass der staatliche Baukonzern Norte Energia seine Versprechen, die er beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel gegeben habe, noch immer nicht eingelöst habe, sagte Irigaray. Die Demonstranten fordern die Markierung ihres Landes, die Ausweisung aller Nicht-Einheimischen aus ihrem Gebiet sowie die Verbesserung des Gesundheitssystems und der Wasserversorgung. Der Staudamm von Belo Monte soll den Fluss Xingu auf einer Fläche von über 500 Quadratkilometern aufstauen, um den Stromverbrauch Brasiliens zu sichern. Die Einheimischen werden dann nicht mehr im Xingu fischen können.

Hans Langendörfer, Sekretär der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, hat bekräftigt, dass die Bischöfe verstärkt gegen die anonymen Betreiber des hetzerischen Internet-Portals kreuz.net vorgehen. »Es muss unser gemeinsames Ziel sein, diesem Portal ein rasches Ende zu bereiten«, erklärte Langendörfer. Er gehe davon aus, dass niemand im kirchlichen Dienst für kreuz.net tätig sei. Wäre dies der Fall, sei dies eine »ungeheure Pflichtverletzung« mit arbeits- und dienstrechtliche Konsequenzen. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth rief die Bischöfe zu verstärkter innerer Recherche nach den Betreibern der Seite auf (siehe Seite 9).

Ismail Yozgat, Internetcafé-Betreiber und Vater des von rechtsradikalen Terroristen ermordeten Halit Yozgat, hat sich für den »Halitplatz« bedankt, den die Stadt Kassel zum Gedenken an seinen Sohn so benannt hat. Dennoch bleibe sein Wunsch erhalten, die Holländische Straße, in der Halit geboren und ermordet wurde, nach seinem Sohn zu benennen. »Das werde ich mir bis an mein Lebensende wünschen«, sagte er. Der Halitplatz liegt nur wenige Meter von dem Internetcafé entfernt, wo Halit Yozgat am 6. April 2006 von Mitgliedern der NSU-Terrorzelle erschossen wurde. Auf dem Platz wurde zugleich ein Gedenkstein mit den Namen der zehn Opfer der Neonazi-Zelle enthüllt.

Karl Hillenbrand,

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