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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2018
Gottverlassen
Findet die katholische Kirche aus ihrer selbstverschuldeten Misere?
Der Inhalt:

Rechts außen für Christus

von Thomas Fischermann vom 05.10.2018
Bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien hat Jair Bolsonaro, ein ultrarechter Fan der Militärdiktatur, gute Chancen zu gewinnen. Obwohl er kaum christliche Werte vertritt, unterstützen ihn zahlreiche Kirchenmänner
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An einem Krankenhausbett in São Paulo ließen sich Anfang September zwei Prominente fotografieren. Liegend, aschfahl und von Schläuchen umgeben: Jair Bolsonaro, ein Hauptmann der Reserve, der Umfragefavorit für die Präsidentschaftswahl am 7. Oktober. Stehend neben dem Patienten: Silas Malafaia, Anführer einer der größten Pfingstkirchen des Landes, der Assembleia de Deus Vitôria em Cristo.

Der 55 Jahre alte Bolsonaro war kurz vor dem Fototermin von einem offenbar verwirrten Einzeltäter bei einer Wahlkampfveranstaltung niedergestochen worden. Malafaia ist in Brasilien auch ein prominenter Fernsehprediger mit eigenem Medienverlag und Devotionalienversand. Dem prominenten Pastor war es wichtig, Bolsonaro noch am Krankenbett seine Unterstützung für den Wahlkampf zu versprec