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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2018
Gottverlassen
Findet die katholische Kirche aus ihrer selbstverschuldeten Misere?
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 05.10.2018

Katharina Kluitmann, Franziskanerin und Vorsitzende der deutschen Ordensoberenkonferenz, fordert angesichts des sexuellen Missbrauchs die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche. Es dürfe keine Denkverbote und kein »Weiter so« mehr geben. Eine klerikale Welt sei gleichzusetzen mit einer Männerwelt, was innerhalb der Kirche zu ganz anderen Prozessen führe, als dies bei gemischt-geschlechtlichen Konstellationen der Fall wäre. Es sei außerdem unrealistisch, im 21. Jahrhundert zu glauben, die Diskussion über die Weihe von Frauen könne durch ein Machtwort beendet werden.

Berthold Koletzko, Vorsitzender der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, fordert eine Zuckersteuer in Höhe von 27 Prozent für Limonaden. Auch eine Kennzeichnungspflicht von besonders süßen Lebensmitteln wäre ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen. Koletzko ist besorgt darüber, dass Fettleibigkeit immer mehr zu einem Problem von Kindern aus sozial schwachen und armen Familien werde.

Lamiya Aji Bashar, Menschenrechtsaktivistin im Grenzgebiet von Syrien und dem Irak und Trägerin des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments, erinnert daran, dass sich immer noch etwa 3400 jesidische Frauen in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat befinden. Sie würden misshandelt und vergewaltigt, doch die Welt kümmere sich nicht um ihr Schicksal.

Francisco Mari, Referent für Agrarhandel und Fischerei bei Brot für die Welt, warnt vor den Risiken des Tiefseebergbaus in Papua-Neuguinea. Nur wenige Kilometer vor der Küste soll der weltweit erste Tiefseebergbau am Meeresboden stattfinden – mit unabsehbaren Folgen. Im Meer hoffen die Firmen Rohstoffe zu finden, die für den Bau von Smartphones gebraucht werden. Doch bei den Bohrungen besteht die Gefahr, dass Schadstoffe ins Meer und in die Futterkette der Fische geraten. Der Staat Papua-Neuguinea hat weder Gesetze oder Regeln, um den Bergbau am Meeresboden zu kontrollieren noch die finanziellen Mittel, um die Folgen für Bewohner und Ökosysteme erforschen zu lassen.

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