Hummus und Auberginen
Auf der Speisekarte des syrischen Restaurants »Kreuzberger Himmel« stehen Hummus und Baba Ghanoush (Auberginenpaste), Zucchini gefüllt mit Lammhack und Gewürzen, und Kibbeh, syrische Bouletten mit Nüssen und Granatapfelkernen in Joghurtsauce. Betrieben wird das stilvolle Restaurant mit ockerfarbenen Wänden und eleganten Leuchten von Geflüchteten. Afghanen und Syrerinnen arbeiten dort Seite an Seite, sie kochen und bedienen, weisen Tische zu und nehmen Reservierungsanfragen entgegen. Hinter dem Projekt steckt Andreas Tölke, Leiter der Hilfsorganisation Be an Angel, die sich durch private Spenden finanziert. Er kümmert sich darum, dass der Berufsabschluss des gelernten Chefkochs aus Damaskus endlich von der Industrie- und Handelskammer anerkannt wird und hilft bei Behördengängen. Das Restaurantprojekt bietet Zugewanderten eine Perspektive – und macht gleichzeitig deutlich, dass sie Männer und Frauen mit Expertise sind, die ihre Gäste teilhaben lassen am Geschmack ihrer Heimat. »Zwei Drittel der Gäste kommen erst mal aus Interesse oder Solidarität«, schätzt Tölke, »und zum zweiten Mal, weil es hier gutes Essen gibt.«
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