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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2018
Gottverlassen
Findet die katholische Kirche aus ihrer selbstverschuldeten Misere?
Der Inhalt:

Alternative Nobelpreisträger

Stille Helden, die bisher kaum jemand kannte, werden ausgezeichnet

Yacouba Sawadogo, Bauer aus Burkina Faso, und Tony Rinaudo, australischer Agrarwissenschaftler, haben den diesjährigen Alternativen Nobelpreis erhalten. Sawadogo sei bekannt als »der Mann, der die Wüste aufhielt«, erklärte die Stiftung Right Livelihood, die den mit jeweils 96 000 Euro dotierten Preis vergibt. Er habe Bauern in Afrika geholfen, ihr Land wieder fruchtbar zu machen – und damit den Frieden in der Sahelzone unterstützt. Auch der Australier Rinaudo sieht es als sein Lebenswerk an, der Entwaldung und Austrocknung der Sahelzone entgegenzuwirken. Er hat eine Technik entwickelt, mithilfe derer Bäume aus unterirdischen Wurzelgeflechten entstehen. Allein im Niger sind so mehr als 50 000 Quadratkilometer Land mit mehr als 200 Millionen Bäumen wiederhergestellt worden.

Den undotierten Ehrenpreis haben die Juristen Thelma Aldana und Ivan Velásquez erhalten, weil sie in Guatemala Machtmissbrauch aufdecken und Korruption verfolgen. Aldana arbeitete bis vor wenigen Monaten als Generalstaatsanwältin und initiierte zusammen mit Velásquez die Ermittlungen gegen den mittlerweile inhaftierten Präsidenten Otto Perez Molina. Velásquez, Richter aus Kolumbien, leitet die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit der Vereinten Nationen. Wegen seiner Ermittlungen wurde er von Guatemala im vergangenen Jahr zur »persona non grata« erklärt und darf nicht einreisen.

Ausgezeichnet wurden außerdem drei Menschenrechtsaktivisten aus Saudi-Arabien: Abdullah al-Hamid, Mohammed Fahad al-Kahtani und Walid Abu al-Chair. Sie wollen friedlich das autoritäre System ihres Landes reformieren und setzen sich unt