Zur mobilen Webseite zurückkehren

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2018
Gottverlassen
Findet die katholische Kirche aus ihrer selbstverschuldeten Misere?
Der Inhalt:

Das Gesicht Gottes in den USA

»Wie sieht Gott aus? Ach, könnte man in Bildern ihn wie er aussieht schildern. Gibt’s einen der ihm gleicht?«, heißt es in einem Lied. In Kunstwerken erschien Gott lange Zeit als strenger alter weißer Mann. Aber sehen ihn Christen heute tatsächlich so? Für eine repräsentative Studie bekamen 500 US-Amerikaner menschliche Gesichter vorgelegt, die mit einem Rauschfilter verfremdet wurden. 300 Mal mussten sich Teilnehmer zwischen zwei Bilder entscheiden, welches ihrer Vorstellung von Gott näherkommt. Die Wissenschaftler wollten daraus auch ableiten, was die teilnehmenden Christen über Gottes Wesen denken. Wenig überraschend: Die meisten Amerikaner stellen sich Gott als männlich und weiß vor. Doch abweichend von traditionellen Darstellungen hat Gott im Schnitt ein erstaunlich junges und freundliches Gesicht. Die Forscher stellten Zusammenhänge zwischen den politischen Überzeugungen der Teilnehmer und ihrem Bild von Gott her. Liberale Christen erkannten Gott eher in etwas weiblicheren und freundlichen Gesichtszügen sowie in afroamerikanischen Gesichtern als konservative. Die stellten sich Gott eher älter, intelligent und mächtig vor. Alle Teilnehmer erkannten Gott in Gesichtern, die ihnen ähnlich sind. Mit einer Ausnahme: Auch Frauen sahen Gott immer als Mann.