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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2017
Cyberwar
Stell dir vor, es ist krieg und keiner merkt es
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Peter Schallenberg, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach, sieht keinen Widerspruch zwischen der christlichen Pflicht zur Flüchtlingsaufnahme und einer jährlichen Obergrenze. »Die Aufnahme Notleidender aus Gründen mitmenschlicher Solidarität und christlicher Barmherzigkeit kann praktisch gesehen nicht grenzenlos sein«, schreibt Schallenberg im Migrationsbericht der Malteser. Eine »jährlich festzusetzende Obergrenze zu benennen widerspricht nicht der christlichen Nächstenliebe«.

Daniel Stein Kokin, Professor für jüdische Literatur und Kultur in Greifswald, findet es wichtig, dass Juden in Deutschland in ihren Gottesdiensten auch für die Bundesrepublik beten. Das jüdische Gebetsbuch enthalte klassischerweise ein Gebet für Israel und eines für das Land, in dem man lebt. Nach dem Holocaust sei dieses Gebet in Deutschland verständlicherweise nicht gesprochen worden. Heute jedoch sei es besonders wichtig, »für dieses Land, für die Gesellschaft, für die Erhaltung der demokratischen Werte, für Toleranz und Offenheit« zu beten.

Leymah Gbowee, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Streetworkerin und Frauenrechtlerin aus Liberia, hat den Sturz des libyschen Diktators Muammar al Gaddafi als einen schweren Fehler bezeichnet. Der internationale Militäreinsatz habe versucht, »Feuer mit Feuer zu löschen«, und so einen immer neuen Gewaltkreislauf in Gang gesetzt. Heute sei das Land »unregierbar«.

Mark Strange, Primas der schottischen anglikanischen Kirche, ist enttäuscht darüber, dass die Weltgemeinschaft der anglikanischen Kirchen die schottischen Anglikaner wegen ihrer positiven Haltung zur Homo-Ehe für drei Jahre aus allen Entscheidungs- und Repräsentationsgremien ausgeschlossen hat. Beim Welttreffen der anglikanischen Bischöfe in Canterbury sagte er: Er erkenne an, dass die Entscheidung der schottischen Synode in Teilen der anglikanischen Kirchenfamilie »für Verletzungen und Wut« gesorgt habe, doch habe seine Kirche entschieden, »dass Liebe Liebe bedeutet« – unabhängig von der sexuellen Orientierung.

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