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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2017
Cyberwar
Stell dir vor, es ist krieg und keiner merkt es
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

in letzter Zeit frage ich mich oft, ob Konflikte immer erst eskalieren müssen, bis man Betroffenen zuhört und andere Perspektiven ernst nimmt. Das beobachte ich im privaten Umfeld, aber auch in der Politik: Oft ist es dann zu spät, die Verletzungen sind zu tief, und diejenigen, die gestern noch Opfer waren, machen sich heute selbst schuldig. So sehen einige meiner spanischen Freunde die Katalonienkrise. Beide Seiten verhalten sich dort unverantwortlich, weil sich keiner in den anderen hineinversetzen kann – oder will? (Seite 11)

Etwas Ähnliches scheint in Deutschland passiert zu sein: Erst nach dem Wahlausgang fragt man sich im Westen Deutschlands, was die Menschen im Osten so frustriert hat. Allerdings: Erklärungen sollten keine Entschuldigung sein. Das findet Markus Nierth, der als ehemaliger Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt einschlägige Erfahrungen mit Rechtsextremen sammeln musste. Ob die Union mit dem Versuch, sich künftig stärker der AfD anzupassen, richtig liegt, das bezweifelt Britta Baas – und hat das Beispiel ihres Studienortes bereit: In Münster war die AfD chancenlos. Chefredakteur Wolfgang Kessler reflektiert, warum die Wählerinnen und Wähler mehrheitlich konservativ wählen, obwohl alle immer nach Veränderungen rufen. Und ob ein Jamaika-Bündnis für die Grünen Gefahr oder Segen wird, darüber streiten zwei bündnisgrüne Frauen (Seiten 8 bis 11).

»Alles verstehen heißt alles verzeihen«, stellte die französische Schriftstellerin Madame de Staël einst fest. Ein Essay über den sogenannten »Deutschen Herbst« verdeutlicht, dass man bei allem Bemühen, die Beweggründe von Menschen zu verstehen, seine eigenen Prinzipien nicht verraten darf: Unser Autor Christoph Fleischma