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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2017
Cyberwar
Stell dir vor, es ist krieg und keiner merkt es
Der Inhalt:

Vorgespräch: Filme gegen Vorurteile?

Klischees über Roma und Sinti gibt es zuhauf. Ein Roma-Filmfestival will das ändern. Fragen an die Organisatorin Veronika Patocková

Publik-Forum: Frau Patocková, warum brauchen Roma-Filme ein eigenes Festival?

Veronika Patocková: Wir haben uns entschieden, ein solches Festival zu organisieren, weil Filme über Sinti und Roma, die bei anderen Festivals gezeigt werden, oft viele Klischees beinhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins RomaTrial e. V. haben eine Jury zusammengestellt, die gut einschätzen kann, inwieweit Filme sensibel mit dem Thema umgehen und Perspektiven zeigen, von denen sich Sinti und Roma selbst auch vertreten fühlen. Diese Perspektive wollen wir in die Filmlandschaft einbringen.

Der Titel des Festivals lautet »Ake Dikhea?«, übersetzt »Siehst du?« Wie ist das zu verstehen?

Patocková: Diese Frage ist, ob jemand richtig hinschaut, ob er den Rom als Menschen sieht jenseits der Klischees. Insofern meint die Frage: »Siehst du, es ist nicht alles so, wie du denkst.« Der Titel verweist darauf, dass wir versuchen neue Sichtweisen in die Öffentlichkeit zu bringen, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen. Und auch Filme zu entdecken, die bislang nicht bekannt sind oder nur in dem jeweiligen Land, in dem sie produziert wurden.

Nach welchen Kriterien werden die Filme ausgewählt?

Patocková: Das wichtigste Kriterium ist natürlich die künstlerische Qualität der Filme. Ein weiteres Kriterium ist der Perspektivwechsel, den sie ermöglichen sollen.

Was erwartet die Besucher des Festivals?

Patocková: Gute Filme, Diskussionsrunden und eine Party. Wir finden den öffentlich