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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2016
»Schaut doch mal rein in die Bibel!«
Bodo Ramelow über Christsein und Kapitalismus
Der Inhalt:

Leserbriefe Mobiles Gefängnis

Krieg und Kriegsdienst

Zu: »Die Wehrpflicht wieder einführen?«
(17/16, Seite 8)

Als strikte Kriegs- und Kriegsdienstgegnerin sind für mich die Gedanken zur Wehrpflicht von Wolfgang Kessler überraschend und bedenkenswert. Ja, es ist notwendig, junge Menschen mit den Themen Aufrüstung, Militärinterventionen oder Töten überhaupt zu konfrontieren, damit sie auch darin demokratiefähig werden. Aber muss das über die Wehrpflicht geschehen? Ich habe mit Mitte vierzig als Freiwillige ein Jahr Friedensdienst im nordirischen Bürgerkrieg geleistet. Das hat mein Leben gründlich wachgerüttelt und positiv erfüllt. Es ist hoffnungsvoll, dass die Freiwilligendienste seit der Abschaffung der Wehrpflicht aufgeblüht sind. Aber das genügt nicht. Für alle Heranwachsenden müsste ein soziales Jahr für die Gemeinschaft verpflichtend sein, um die Gesellschaft mitmenschlicher zu gestalten. Unerlässlich ist, dass sie während dieser Zeit intensiv begleitet, aufgeklärt und beteiligt werden und somit vorbereitet für ein friedliches, gerechtes – und fröhliches Zusammenleben. Ingeborg Ott, München

1973 wurde ich als Kriegsdienstverweigerer anerkannt. Danach habe ich fast zwanzig Jahre lang Antragsteller beraten. Anfangs unter dem damaligen mündlichen und schriftlichen Verfahren (welch eine Farce), später im »Postkartenverfahren«. Ich denke, heute wie früher ist die von Wolfgang Kessler gewünschte Konfrontation und Betroffenheit, auch der Eltern und Großeltern, marginal. Sie wäre auch nach Einführung einer neuen Wehrpflicht gering. Diese Betroffenheit würde eventuell dann aufkommen, wenn Sol