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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2015
»Der Papst muss liefern«
Publik-Forum-Streitgespräch über Reformen in der katholischen Kirche
Der Inhalt:

»Meine Freiheit nutzen«

Um Folteropfern zu helfen, schreibt Christoph Schürhaus Briefe an Regierungen – und betet

Folter ist in Deutschland kaum mehr ein Thema. Doch für viele Menschen in anderen Ländern ist sie bittere Realität. Ich möchte mithelfen, das zu ändern. Deshalb engagiere ich mich bei Acat, der ökumenischen Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter. Ich versuche, Leute davon zu überzeugen, sich für Folteropfer einzusetzen und den Regierungen Appellbriefe zu schreiben. Denn je mehr internationale Aufmerksamkeit es für einen Gefangenen gibt, desto eher lenkt die Regierung ein. Einmal im Monat schicke ich deshalb Informationen über zwei Folteropfer und vorformulierte Briefe an unsere Mitglieder. Alle Materialien stehen auf unserer Homepage.

Kürzlich ging es zum Beispiel in einer Briefaktion um den 16 Jahre alten Yusupha Lowe aus Gambia. Der Vater des Jugendlichen soll in einen Putschversuch verwickelt gewesen sein. Der Junge wurde aus dem Haus seiner Eltern entführt, um den Vater unter Druck zu setzen. Yusupha wird seitdem ohne Anklage an einem unbekannten Ort festgehalten. In solchen Fällen kann eine Flut von Briefen helfen.

Neben den Appellbriefen erhalten unsere Mitglieder auch Gebetsvorschläge für weitere Gefangene. Acat möchte mit den Gebeten dazu beitragen, dass sie nicht vergessen werden, und will ihr Schicksal vor Gott tragen. In der Verbindung von Aktion und Gebet sehe ich eine wesentliche Stärke von Acat. Ich selbst bete ganz unterschiedlich für die Gefangenen. Mal nehme ich meine Anliegen mit in den Gottesdienst oder zu unseren Treffen, aber ich bete auch für mich allein für die Gefangenen. Für uns spielt es keine Rolle, ob der Mensch in Not ein Christ, Muslim, Jude, Buddhist oder Atheist ist. Wenn man versucht etwas gegen