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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Völlig kopflos beim Kopftuch

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 10.10.2014
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden: Die Kirche als Arbeitgeber darf einer muslimischen Angestellten das Kopftuch verbieten. In christlichen Krankenhäusern also nur christliche Symbole? Wie christlich ist das denn?
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Darf eine Muslima in einem kirchlichen Krankenhaus als Pflegerin arbeiten? Ohne Kopftuch: ja. Mit Kopftuch: nein. Es sei das Recht christlicher Träger, die Beschäftigung kopftuchtragender Frauen abzulehnen. So urteilte Ende September das Bundesarbeitsgericht in Erfurt.

Dieses Urteil schadet der Integration von Muslimen in Deutschland. Genau genommen ist es nicht so sehr das Urteil, sondern das Verhalten der evangelischen Augusta-Klinik in Bochum, die einer muslimischen Angestellten das Kopftuch am Arbeitsplatz verbot – wogegen die Frau geklagt hatte. Für das Gericht war die Frage ausschlaggebend: Warum sollte ein evangelisches Krankenhaus keine Grundsätze haben, nach denen Angestellte sich richten müssen? Zum Beispiel in Bekleidungs