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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Manager ohne Grenzen

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 10.10.2014
Führungskräfte aus Deutschland unterstützen Entwicklungsländer

Die Stiftung Manager ohne Grenzen will die Armut in der Welt vorrangig mit Wirtschaftshilfe bekämpfen. Dazu schult und entsendet sie Führungskräfte in Entwicklungsländer. Im Jahr 2007 hat die Betriebswirtin Helene Prölß die Stiftung gegründet – mit dem Ziel, klassische Unternehmensberatung in Schwellen- und Entwicklungsländern anzubieten. Heute ist die Stiftung in mehr als zwanzig Ländern weltweit aktiv. Lokale Partner – Mittelstandsinitiativen, Genossenschaften, Verbände und viele weitere – teilen der Stiftung mit, wo Hilfe nötig ist. Dorthin entsendet sie dann eine Führungskraft. Ziel soll sein, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

In Ghana etwa berät ein Manager derzeit einen Wohn- und Arbeitskomplex für Waisenkinder. Jugendliche haben dort die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu absolvieren, zum Beispiel als Schreiner oder Näherin. Der deutsche Manager hilft dabei, die Marketingstrukturen zu verbessern, damit die Produkte der Jugendlichen auch verkauft werden können. »Die Manager selbst managen keine Einrichtung«, betont Annett Alate, die von Deutschland aus für die Stiftung tätig ist. »Ihre Aufgabe liegt im Beraten und Schulen.«

Der Ausdruck Manager wird bei der Stiftung eher als Dachbegriff verstanden, denn auch Ärzte, Ingenieure, Verwaltungsfachkräfte, Beamte, Anwälte, Lehrer oder Steuerberater können sich engagieren. Seit einigen Jahren sucht Manager ohne Grenzen auch Studenten, die im Tandemverfahren gemeinsam mit einem Manager aktiv werden. Geld gibt es für das Engagement freilich keines – lediglich für Unterkunft und Verpflegung vor Ort kommt die Stiftung auf.

Wer ehrenamtlicher Manager werden möchte, muss zunächst eine zweitägige Schulung durchlaufen. In diesem Intensiv-Vorbereitungsseminar geht es vor allem um interkulturelle Kommunikation, denn: »Viele Fachkräfte, die zu uns kommen, können zwar Management, kennen sich aber nicht unbedingt mit den Schwierigkeiten aus, die auftreten können, wenn man in einem fremden kulturellen Umfeld arbeitet«, sagt Alate. Dann kann es losgehen.

Vier bis zwölf Wochen lang geben die Freiwilligen ihr Wissen weiter. Auch während des Aufenthalts im Ausland sind die acht Mitarbeiter im Team der Stiftung für die freiwilligen Fachkräfte da: Telefonische Beratung oder Gespräche via Skype sind an der Tagesordnung.

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