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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2022
Uneins
Der Osten Deutschlands lebt, denkt und fühlt noch immer anders als der Westen
Der Inhalt:

Sterben
Nachrichten vom Leben

von Katharina Müller-Güldemeister vom 23.09.2022
Damit Erinnerungen bleiben, können sterbenskranke Eltern ein Familienhörbuch für ihre Kinder aufnehmen.
(Foto: Marina Weigl)
(Foto: Marina Weigl)
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Die Stimme der Mutter ist das Erste, was ein Kind von der Welt mitbekommt. »Die Stimme ist oft auch das Erste, was man von einem Menschen vergisst«, sagt Judith Grümmer. Sie hat als Hörfunkjournalistin gearbeitet, bevor sie 2017 begann, Familienhörbücher zu entwickeln – zusammen mit Palliativmedizinern der Uniklinik Bonn.

Mit ihrem Projekt ermöglicht sie todkranken jungen Eltern, ein Hörbuch über das eigene Leben aufzunehmen und ihren Kindern etwas ins Leben mitzugeben. So wie es die 38 Jahre alte Mutter für ihre beiden Söhne gemacht hat; der jüngere geht in den Kindergarten, der ältere in die Grundschule. Vergangenes Jahr hatte die Mutter erfahren, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs hat und ihre Lebenszeit sehr begrenzt ist. »Was meiner Familie bleiben wird, ist die Erinnerung an mich. Und diese

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