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Publik-Forum, Heft 18/2021
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt
Der Inhalt:

Ankerzentren abschaffen

vom 24.09.2021
Hinter Zäunen: In den Ankerzentren müssen Geflüchtete bis zur Asyl-Entscheidung ausharren(Foto: PA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)
Hinter Zäunen: In den Ankerzentren müssen Geflüchtete bis zur Asyl-Entscheidung ausharren(Foto: PA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)

Die künftige Bundesregierung soll nach Ansicht von Kinderrechts- und Flüchtlingsorganisationen die sogenannten Ankerzentren für Geflüchtete abschaffen. Die Bedingungen in diesen Einrichtungen verletzten Rechte von Kindern und ihren Familien, erklärten terre des hommes, Pro Asyl, die Landesflüchtlingsräte und rund hundert weitere Organisationen am Donnerstag. »Aufnahmeeinrichtungen und Ankerzentren sind kein Ort für Kinder und kein Ort für Erwachsene«, heißt es in dem Appell. »Statt Isolation und Entrechtung brauchen wir faire Asylverfahren und gleiche Rechte für alle Kinder, die in Deutschland leben.« Ankerzentren sind bestimmte Aufnahmestellen für Asylsuchende. Die Bezeichnung steht für »Ankunft, Entscheidung, Rückführung«. Geflüchtete sollen so lange dort unterkommen, bis sie in Kommunen verteilt oder abgeschoben sind. Unter der räumlichen Enge in den Ankerzentren, dem Miterleben von Gewalt und Abschiebungen und dem Mangel an Privatsphäre und Bildungsmöglichkeiten litten besonders Frauen, Kinder und Familien, betonte die Vorstandssprecherin von terre des hommes, Birte Kötter. Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt sagte, das Konzept der Ankerzentren sei gescheitert, sie gewährleisteten keine fairen Asylverfahren.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2021 vom 24.09.2021, Seite 28
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