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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2018
Geld sauber anlegen
Wie es geht. Was es bringt. Worauf man achten muss
Der Inhalt:

Wie eine deutsche Firma am Tod verdient

Rheinmetall beliefert über Tochterfirmen Länder mit Waffen und Munition, die militärisch in den Krieg im Jemen eingreifen

Der Krieg im Jemen hat bereits Tausende das Leben gekostet, vor allem Zivilisten. Deutsche Firmen wie Rheinmetall tragen dafür eine Mitverantwortung, denn Rheinmetall lässt seine Konzerntöchter in Italien oder Südafrika riesige Mengen an Munition nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate liefern, zwei Länder, die im Jemen Krieg führen. Die Lieferungen brauchen keine deutsche Exportgenehmigung, obwohl der Gewinn daraus letztlich bei Rheinmetall in Deutschland verbucht wird.

Mit Munition macht Rheinmetall derzeit den größten Teil seiner Gewinne im Rüstungsgeschäft. Der zuständige Geschäftsbereich, Rheinmetall Waffe und Munition (RWM), erwirtschaftete in den vergangenen Jahren jeweils mehr als zwei Drittel des operativen Gewinns des gesamten Rüstungsbereichs von Rheinmetall. 2017 waren es 117 von 172 Millionen Euro. Die Konzernspitze führte die verbesserte Ertragslage auf »margenstarke Munitionsumsätze« zurück und erklärte, das Geschäftsergebnis stütze sich auf gewachsene Umsätze und »auf einen größeren Anteil profitabler Munitionsumsätze bei unseren internationalen Firmen«.

Zwei Konzernfirmen durften sich dabei besonders angesprochen fühlen: die italienische Rheinmetall-Tochter RWM Italia S.p.A. und Rheinmetall Denel Munition Pty Ltd (RDM), ein Joint Venture in Südafrika. RWM Italia und RDM bieten Munitionsarten an, für deren Export keine Genehmigung der Bundesregierung benötigt wird. Beide Firmen haben riesige Aufträge aus Saudi-Arabien und den Emiraten erhalten, die im Jemen Krieg führen und deshalb großen Munitionsbedarf haben.

RWM Italia gehört seit 2010 zu Rheinmetall und betreibt in Domusnovas auf Sardinien eine Munitionsfabrik